CDU setzt sich für Rückkehr qualifizierter deutscher Fachkräfte ein

Der Germersheimer CDU-Kreisvorsitzende Dr. Thomas Gebhart und der Landtagsabgeordnete Martin Brandl fordern neue Wege bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels. Sie wollen, dass das Land für deutsche Fachkräfte, die in den letzten Jahren ins Ausland abgewandert sind, wieder attraktiv werden müsse und dass sich das Land aktiv um die Rückkehr solcher Kräfte bemüht. Dies gelte nicht nur für Ärzte, Ingenieure und Wissenschaftler, sondern für zahlreiche weitere Berufsfelder.  

„Rheinland-Pfalz soll sich als Bundesland offensiv um die Rückkehr solcher Fachkräfte bemühen und eine entsprechende Strategie entwickeln.“ Der CDU-Kreisvorstand Germersheim beantragt, so Brandl und Gebhart, dass diese Forderung in das Wahlprogramm der rheinland-pfälzischen CDU Eingang findet. Einen entsprechenden Beschluss hat der Kreisvorstand gefasst.

„In der deutschen Debatte über den Fachkräftemangel wird kaum über Anstrengungen, die eine mögliche Rückkehr deutscher Fachkräfte bewirken, gesprochen. Wir finden, dass dies jedoch nahe liegt“, so Brandl und Gebhart.

In den letzten Jahren sind Tausende deutsche Fachkräfte aus Deutschland ausgewandert. Tendenziell handelt es sich um  eher junge, gut qualifizierte Personen, die zumeist ihre Ausbildung in Deutschland absolviert haben. Wenn es gelingen würde, einen Teil davon zur Rückkehr zu bewegen, entstünde daraus ein großer wirtschaftlicher Gewinn. Vor dem Hintergrund eines absehbaren demographisch bedingten Fachkräftemangels müsse dieser Aspekt auf die Tagesordnung gesetzt werden, finden die beiden CDU-Politiker. „Wir müssen attraktive Bedingungen in Rheinland-Pfalz schaffen und uns offensiv um eine Rückkehr deutscher Fachkräfte bemühen. Wenn Rheinland-Pfalz eine Vorreiterrolle in dieser Frage einnehmen würde, könnte daraus ein Wettbewerbsvorteil entstehen. Gerade die mittelständische geprägte Wirtschaft des Landes könnte davon profitieren.“

Für Martin Brandl, der Mitglied im Bildungsausschuss des Landtags ist, gehört neben der Anerkennung ausländischer Abschlüsse und der Frage der Rückkehr qualifizierter Deutscher aus dem Ausland die gute Ausbildung der Menschen im Land zu zentralen Bestandteilen einer Initiative gegen den drohenden Fachkräftemangel. „Wir müssen in die Bildung investieren, die Standortbedingungen attraktiver machen und dabei Bildung und Wirtschaft zum Beispiel durch mehr Praxistage in der Schule noch enger vernetzen“, sieht Brandl die Herausforderungen für die Zukunft.
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